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Triple Incision

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Phimose (Vorhautverengung)

Bei der Geburt liegt bei ca. 90 % der Jungen eine Vorhautverengung (Phimose) vor, d.h. die Vorhaut lässt sich nicht zurückziehen. Meistens verwächst sich dies, jedoch leider nicht immer, dann muss die Vorhautverengung operativ korrigiert werden. Grundsätzlich ist es möglich, eine Beschneidung (Zirkumzision) durchzuführen oder die Vorhaut zu erweitern (Triple Incision), dann bleibt sie erhalten.

Während der Operation werden - sofern notwendig - Verklebungen der Vorhaut mit der Eichel oder ein zu kurzes Frenulum (Vorhautbändchen) in jedem Fall zusätzlich korrigiert.


Zirkumzision (Beschneidung, d. h. Entfernung der Vorhaut)

Triple Incision - Zirkumzision
                         
Abb.: Operationstechnik

                                                                  
Triple Incision - nach der Operation

Abb.: Nach der Operation


Triple Incision
(Vorhauterweiterung, d. h. die Vorhaut bleibt erhalten und lässt sich nach ca. 10 Tagen problemlos zurückziehen)

Triple Incision - Vorhauterweiterung

Abb.: Operationstechnik

 
Gibt es Vor- und Nachteile?

Aus medizinischer Sicht gibt es bislang keinen hinreichend gesicherten Grund, eines der beiden Verfahren vorzuziehen. Neben beispielsweise religiösen und traditionellen Überlegungen kann daher Ihr persönliches Ästhetikempfinden entscheiden, welches Verfahren Sie bzw. Ihr Kind vorziehen wollen.


Gibt es Operationsrisiken?

Natürlich möchten wir Sie auch über mögliche Operationsrisiken aufklären, die alle äußerst selten sind, aber zur vollständigen Operationsaufklärung gehören:

1. Allgemeine Risiken
  • Blutungen, Bluterguss
  • Infektionen, Abzessbildung, Wundheilungsstörung

2. Spezielle Risiken
  • Verletzung benachbarter Organe (Harnröhre, Schwellkörper, Eichel)
  • Extrem selten: Harnröhrenfistel (Verbindung der Harnröhre nach außen)

Nach einer Vorhauterweiterung kann es - wenn auch äußerst selten - z.B. bei wiederholten Entzündungen erneut zu einer Verengung der Vorhaut kommen.


Was sollte man nach einer Operation beachten?

Folgende Ratschläge wollen wir Ihnen zusätzlich geben, um einen komplikationslosen Verlauf nach einer Operation und ein optimales Operationsergebnis sicher zu stellen:

  • Nach einer Vorhauterweiterung sollte die anfangs meist geschwollene Vorhaut erst dann zurückgezogen werden, wenn die Schwellung rückläufig ist, d.h. frühestens nach ca. 7 Tagen.
  • Bitte vereinbaren Sie Termine bei Ihrem Kinderarzt / Urologen, um regelmäßige Wundkontrollen durchführen zu lassen.
  • Die bei der Operation verwendeten Fäden müssen nicht entfernt werden, sie lösen sich auf und fallen von selbst ab.
  • Selbstverständlich muss die frische Wunde möglichst sauber gehalten werden, daher vermeiden Sie bitte, dass Ihr Kind in den ersten Tagen nach der Operation mit lockerer Kleidung z.B. im Sandkasten spielt.
  • In den ersten Wochen nach der Operation sollte Ihr Kind nicht ausgiebig baden; Duschen ist selbstverständlich ab dem 4. Tag nach der Operation erlaubt.
  • Um ein Verkleben der frischen Wunde mit der Unterwäsche zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen das regelmäßige Auftragen von Wundsalbe (z.B. Bepanthen oder Dexpanthenol) und evtl. Kompressen.
  • Eine enge Unterhose vermeidet das Verrutschen des Verbandes. Bitte denken Sie daran, diese bereits in die Klinik mitzubringen.
  • Um ein mögliches Nachbluten zu vermeiden, möchten wir Sie bitten, darauf zu achten, dass sich Ihr Kind in den ersten Tagen möglichst schont, d.h. zum Beispiel möglichst wenig springt und läuft, insbesondere Fahrrad fahren ist zu vermeiden. ein Verhalten "wie bei einer Grippe" wäre wünschenswert.

Alle diese aufgezählten Risiken sollten Ihnen nicht zu viel Furcht einflößen, denn üblicherweise ist die Korrektur der Vorhautverengung unproblematisch. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Quelle: Urologische Klinik, Klinikum Mannheim, mit freundlicher Genehmmigung von Frau Dr. med. Hoang-Böhm
Erstellt am: 25. November 2010 von Administrator Zuletzt aktualisiert am 29. November 2010