61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie

Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, die Dr. Gerald Rodemer besuchte, stand die interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms.
Sie ist ein evidenz- und konsensbasiertes Instrument, um Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms zu verbessern.
Männer und Ärzte sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Früherkennungsmaßnahmen unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung bei der Früherkennung sicherzustellen. Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie, dem Patienten (mit Verdacht auf Prostatakarzinom oder nachgewiesenem Prostatakarzinom) angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für die lokal begrenzte oder lokal fortgeschrittene Erkrankung als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von Fernmetastasen.
Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie bieten.
Dabei wurde insbesondere die Bedeutung der Krebsfrüherkennung und die Notwendigkeit diese bereits mit dem 40. Lebensjahr zu beginnen herausgestellt. Neben der Tastuntersuchung sollte hierbei auch der PSA-Wert bestimmt werden. Bei PSA-Werten < 2 ng/ml sollte in einem Intervall von zwei Jahren kontrolliert werden. Durch den früheren Beginn der Vorsorgeuntersuchung können die Vorsorgeintervalle bei vielen Männern ausgedehnt werden und die Anzahl „unnötiger“ Gewebeprobeentnahmen deutlich reduziert werden.



